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#48 – Frustausbruch Teil 1

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Erbsenschreck - der Podcast
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#48 - Frustausbruch Teil 1
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Frustausbruch – Wir liefern euch dieses Mal einen Zweiteiler. Warum, fragt ihr euch? Nun, die Ereignisse haben sich ein wenig überschlagen. Zum Zeitpunkt der Aufnahme unseres ersten Teils, sah es ja ganz danach aus, als würde ein gewisser Herr Felßner, auch bekannt als die bayerische Agrarlobby, neuer Landwirtschaftsminister werden. Ein Tierausbeuter, Umweltsünder und Wissenschaftsleugner. Richtig gute Idee, CSU! Wir waren sehr frustriert. Wütend und angepisst. Also haben wir uns in alter Erbsenschreck Manier so richtig über die geplante Fehlbesetzung ausgelassen. Für uns war der Drops gelutscht. Gab es Petitionen, die anderes forderten? Klar! Gab es viel angebrachte Kritik von Tier- und Umweltschutzverbänden? Ja, aber natürlich. Doch die Zeichen der Zeit stehen zumindest politisch nicht auf Vernunft. Resigniert akzeptierten wir eine weitere traurige Nachricht ewig gestriger Machopolitik, die uns gerade im Sekundentakt, Hoffnung, frohe Laune und Motivation raubt.

Mit Banner und Bengalos – Frustausbruch

Aber dann kam es doch anders. Am Montag wagten Aktivist*innen von „Animal Rebellion“ eine Aktion, direkt beim bzw. auf dem Felßner Betrieb. Ein Kuhausbeutungsbetrieb btw. Mit friedlichem Protest rückten sie das Scheinwerferlicht auf die Forderung, dass man einen Menschen, wie Herrn Felßner nicht zum Landwirtschaftsminister machen darf. Gerade für das Resort Landwirtschaft braucht es progressive Köpfe, die den notwendigen Umbau zu einer bio- veganen Landwirtschaft planen und gestalten können und wollen, keine Profiteure einer nicht zukunftsfähigen Industrie. Wie viele Tierrechtler*innen feierten wir den zivilen Ungehorsam von „Animal Rebellion“. Dass der Protest allerdings solche Folgen haben würde, darauf hätten wir nicht gewettet. 

Der Rücktritt

Tatsächlich ist der Mann von seiner Kandidatur zurückgetreten. Coole News, aber nun würde ja unsere „Erbsenschreck“ Episode gar keinen Sinn mehr machen. Oder zumindest Schnee von gestern sein. Wir haben uns entschieden, einfach das Update mitzuliefern und einen zweiten Teil aufzunehmen. Inzwischen hat die Aktion sowieso für sehr viel mediales Aufsehen gesorgt. Söder ist empört und das Narrativ eines eingeschüchterten Günthers wird munter verbreitet. Im Fokus der Debatte steht nun das Verhalten der Aktivist*innen, nicht so sehr der Inhalt ihrer Botschaft. Kritik an der Aktion gibt von allen Seiten, positiv, wie negativ. Aber viele Meinungen, von denen es heutzutage irgendwie zu viele gibt, fußen auf der medialen, teilweise sehr einseitigen Berichterstattung. 

Das Interview

Wir sind daher sehr dankbar, dass Anna uns zu dieser Aktion ein Interview gewährt. Anna hat nicht nur an der AR Aktion teilgenommen, sie hat schon im Vorfeld die gesamte Causa Felßner öffentlich gemacht, sie hat die Kritikpunkte genannt, eingeordnet, über die Dringlichkeit des Widerstands inhaltlich aufgeklärt und facettenreich gegen eine Ernennung Felßners zum Landwirtschaftsminister protestiert. Wir kennen Anna als leidenschaftliche, kreative und lautstarke Aktivistin, mit der wir von Herzen gern Seite an Seite für die Tiere kämpfen. Wir schätzen ihre hervorragende Rhetorik, ihr reflektiertes Denken und ihren unermüdlichen Einsatz für sämtliche Gerechtigkeitsbewegungen, gegen Unterdrückung und Ausgrenzung. Anna kämpft für eine gerechtere Welt und würde niemals auf die Idee kommen, gewalttätig gegenüber fühlenden Geschöpfen zu sein.

Nun wird sie doch tatsächlich von einigen Berichterstatter*innen als Terroristin bezeichnet. Wtf! Wir lassen Anna zu Wort kommen und werden uns mit ihr über wichtige Fragen austauschen. Wie weit darf Aktivismus gehen? Wann wird Widerstand zur Pflicht? Wie können wir sie und all die Aktivisti unterstützen, die nun auch Repressalien zu befürchten haben? Ein guter Anfang ist immer, wenn wir Solidarität sichtbar machen. In unserem Fall hörbar. Und nun gute Unterhaltung beim Hören unseres Zweiteiles.

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